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Keyfacts Radio

23. August 2017

Die Vielfalt und Qualität der deutschen Radiolandschaft ist weltweit einmalig und umsatzmäßig ist Deutschland hinter den USA der zweitgrößte Markt der Welt. Die Radio- und Audiobranche ist Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft und sie hat - in Ergänzung zu ihrem medien- und gesellschaftspolitischen Stellenwert - auch eine besondere volkswirtschaftliche Relevanz als Innovations- und Wachstumsbranche.

Private Radio-Angebote in Deutschland

Zum Jahresbeginn 2017 haben die Landesmedienanstalten in Deutschland 288 private Hörfunkprogramme registriert, davon 197 lokale und regionale und 58 landesweite Programme, die über UKW ausgestrahlt werden. 18 Programme sind bundesweit über Satellit empfangbar, 9 weitere über DAB. Hinzu kommen zahlreiche Webradio- und Audio-on-Demand-Angebote.

    

• Private Radioprogramme in Deutschland (2003-2016)
• Programmstrukturen deutscher Radiosender (2012)
• Webradio in Deutschland (2013)

• Radio- & Audio-Websites (2014)
• Digitalradio in Deutschland (2015)

 

Radioutzung in Deutschland
Die Radio- und Audionutzung der Deutschen steigt über alle Plattformen hinweg. Die Radioprogramme erreichen laut ma Radio 2017 II werktäglich 55 Millionen Hörer (ab 14 Jahre) und damit etwas mehr als 78 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Der weiteste Hörerkreis liegt sogar bei etwa 93 Prozent der Bevölkerung. Im Durchschnitt hören die Deutschen täglich 192 Minuten Radio und neben der linearen Radionutzung gewinnt die Nutzung von Audio-on-Demand-Angeboten mehr und mehr an Bedeutung. Auch wenn die Internetnutzung insgesamt noch deutlich unter der Radionutzung liegt, spielen Online- und Mobile-Angebote der Radioanbieter bereits eine signifikante Rolle: rund 28 Millionen Deutsche ab 10 Jahren hören zumindest gelegentlich Radio über das Internet.

    

• Radionutzung in Deutschland (2017)
• Meistgehörte private Radiosender in Deutschland (2016)
• Webradionutzung in Deutschland (Q1/2017)
• Die reichweitenstärksten privaten Radioportale (2017)

 

Radio-Umsätze
Die Radioerlöse lagen in Deutschland im Jahr 2015 bei rund 4,7 Milliarden Euro. Das mit Abstand umsatzstärkste Segment sind dabei die Rundfunkgebühren, gefolgt von der Radiowerbung. Die Nettoumsätze in der Radiowerbung lagen im Jahr 2016 bei rund 768 Millionen Euro.

    

• Netto-Werbeerlöse Radio in Deutschland (1997-2017e)
• Umsätze Instream-Audiowerbung (2013-2017e)
• Die umsatzstärksten Werbungtreibenden im Radio (2016)
• Die meistbeworbenen Produkgruppen im Radio (2016)

 

Arbeitsplätze im privaten Radio
Im Jahr 2014 haben laut der Studie „Wirtschaftliche Lage des Rundfunks Deutschland 2014/15“ über 6.686 Menschen für private deutsche Radiosender gearbeitet. Davon waren rund 4.200 Mitarbeiter fest angestellt.

Volkswirtschaftliche Relevanz der Radiobranche 
Die volkswirtschaftliche Relevanz der Radiobranche ergibt sich einerseits aus den direkten Umsatz- und Beschäftigungseffekten, andererseits aber auch aus den Effekten in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen. So stimulieren die Radiounternehmen signifikante Umsätze etwa für die Gerätehersteller und Netzbetreiber, in der Musikindustrie und bei weiteren Inhalteproduzenten und Rechteinhabern.

• Umsätze der Infrastrukturbetreiber
• Umsätze der Sportindustrie

• Umsätze der Musikindustrie

• Umsätze der Endgeräteindustrie

 

Die Radiobranche als Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft
Die Radiobranche ist Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft, die laut dem Bericht „Monitoring zu ausgewählten wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2016“ im Jahr 2015 einen Gesamtumsatz von 150 Milliarden Euro erwirtschaftete und 65,5 Milliarden Euro zur Brutto-Wertschöpfung der Bundesrepublik Deutschland beigetragen hat. Die in der Kultur- und Kreativwirtschaft zusammengefassten Branchen liegen damit an dritter Stelle hinter den Branchen Automobilindustrie (2014: 115 Milliarden Euro) und Maschinenbau (2014: 90 Milliarden Euro) und leisten einen höheren Wertschöpfungsbeitrag als etwa das Finanzgewerbe (2014: 65 Milliarden Euro), die Energieversorgung (2014: 51 Milliarden Euro) oder die Chemische Industrie (2014: 41 Milliarden Euro).

     

• Kultur- und Kreativwirtschaft

 

Zukunftsbranche audiovisuelle Medien: eine Gesamtbetrachtung
Die Gesamtbranche der Audio- und audiovisuellen Medien steht laut der Studie „Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Audio- und audiovisuellen Medien“ für 830.000 Beschäftigte in Deutschland, fast jeder 50. Arbeitsplatz geht auf audiovi-suellen Medien und die mit ihnen verbundenen Branchen zurück. Mit einem Bei-trag von rund 2,5 Prozent bzw. 67 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung zählt der Sektor zu den größten Industriezweigen Deutschlands. Darüber hinaus stimu-lieren audiovisuelle Medien als Enabler weitere Wertschöpfung und Beschäftigung in verbundenen Branchen, sind Innovations- und Wachstumstreiber von Volks-wirtschaften und übernehmen als Werbeträger eine zentrale Funktion in der Marktwirtschaft. Die ökonomischen Gesamteffekte der Audio- und audiovisuellen Medienwirtschaft geht somit über die quantifizierte Beschäftigung und Wert-schöpfung hinaus.

Studie zum Wirtschaftsfaktor Audiovisuelle Medien

 

Radio im internationalen Vergleich Im internationalen Vergleich lag die regelmäßige Radionutzung im Jahr 2015 in Deutschland dem International Communications Market Report 2016 der briti-schen Medienaufsicht OFCOM zufolge bei 69 Prozent der Bevölkerung. An der Spitze lagen China (98 Prozent), Polen (95,0 Prozent) und Schweden (94 Prozent).

Die Umsätze der Radiobranche lagen laut OFCOM 2015 weltweit bei etwa 39,5 Mil-liarden Euro. Der Großteil der globalen Radioumsätze entfällt mit 76 Prozent auf das Segment der Radiowerbung (30,1 Milliarden Euro), etwa 15 Prozent der Ein-nahmen entfallen auf Gebühren oder staatliche Finanzierung (5,8 Milliarden Euro), die verbleibenden 9 Prozent entfallen auf Abo-Erlöse, die insbesondere im US-amerikanischen Hörfunkmarkt eine relevante Größe sind. Umsatzmäßig ist Deutschland hinter den USA der zweitgrößte Radiomarkt der Welt. Im internatio-nalen Vergleich ist allerdings der Anteil der öffentlich-rechtlichen Finanzierung in Deutschland ungewöhnlich hoch.

     

     

• Radionutzung international
• Weltweite Einnahmen der Radioindustrie

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Kontakt

Frank Giersberg

Mitglied der Geschäftsleitung / Markt- und Geschäftsentwicklung, Kaufmännischer Leiter
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