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Keyfacts: Radio, Fernsehen und Multimedia

2. Februar 2016

Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland

Die Gesamtbranche der Audio- und audiovisuellen Medien steht laut der Studie „Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Audio- und audiovisuellen Medien“ für 830.000 Beschäftigte in Deutschland, fast jeder 50. Arbeitsplatz geht auf audiovisuellen Medien und die mit ihnen verbundenen Branchen zurück. Mit einem Beitrag von rund 2,5 Prozent bzw. 67 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung zählt der Sektor zu den größten Industriezweigen Deutschlands. Darüber hinaus stimulieren audiovisuelle Medien als Enabler weitere Wertschöpfung und Beschäftigung in verbundenen Branchen, sind Innovations- und Wachstumstreiber von Volkswirtschaften und übernehmen als Werbeträger eine zentrale Funktion in der Marktwirtschaft. Die ökonomischen Gesamteffekte der Audio- und audiovisuellen Medienwirtschaft geht somit über die quantifizierte Beschäftigung und Wertschöpfung hinaus.

Mehr unter: Studie zum Wirtschaftsfaktor Audiovisuelle Medien

Deutschland im internationalen Vergleich führend

Der Rundfunkmarkt in Deutschland ist hinter den USA der zweitgrößte Markt der Welt. In Großbritannien oder Frankreich liegen die Radio- und TV-Erlöse deutlich unter dem deutschen Gesamtvolumen.

Mehr unter: TV-Umsätze im internationalen Vergleich, Radio-Umsätze im internationalen Vergleich

Wachstum in allen Segmenten der elektronischen Medien

Für die elektronischen Medien war in den zurückliegenden Jahren in Deutschland Wachstum in allen Segmenten zu verzeichnen. Private Radio- und Fernsehunternehmen allein stehen mittlerweile für ein Umsatzvolumen von über 10 Milliarden Euro (2015) – bzw. bei Einbeziehung der vor- und nachgelagerten Stufen sogar für ein Vielfaches dessen. So investieren die privaten Rundfunkunternehmen mehrere Milliarden Euro in die Produktion von professionellen Bewegtbild- und Audioinhalten, stimulieren Milliarden-Umsätze der Gerätehersteller und Netzbetreiber sowie weitere Umsätze der Filmindustrie, der Musikbranche, aber auch der Zeitungs- und Zeitschriftenbranche (Programmzeitschriften, EPGs, Programmbeilagen, etc.).

Mehr unter: Umsätze der Medien, Umsätze der Filmindustrie, Umsätze der Musikindustrie, Umsätze der Endgerätehersteller, Umsätze der Infrastrukturbetreiber

Schlüsselbranche für die deutsche Gesamtwirtschaft

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Medien geht über diese genannten Umsatzvolumina nochmals weit hinaus. Die elektronischen Medien - Radio, Fernsehen, Online und Mobile - sind Wachstumstreiber und tragende Säule der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland und zugleich eine Schlüsselbranche für die deutsche Gesamtwirtschaft. Die elektronischen Medien erwirtschafteten 2016 der offiziellen Werbestatistik des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) zufolge Netto-Werbeeinnahmen in Höhe von über 6,8 Milliarden Euro. Das entspricht knapp 45 Prozent der erfassten Netto-Werbeinvestitionen in Medien und einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 3,9 Prozent. Damit bilden die elektronischen Medien das größte, wachstumsstärkste und wichtigste Werbeträger-Segment und tragen als solches maßgeblich zum Erfolg aller auf Werbung angewiesenen Branchen in Deutschland bei (z.B. Automobil, Telekommunikation, Handel, u.v.m.). Andere Werbeträger stagnieren dagegen oder haben Umsatzrückgänge zu verzeichnen, so etwa die Zeitungen (Werbeumsätze 2016: 2,53 Milliarden Euro, minus 4,5 Prozent) oder die Publikumszeitschriften (Werbeumsätze 2016: 1,02 Milliarden Euro, minus 5,6 Prozent).

Mehr unter: Werbeumsätze Gesamt, Werbeumsätze TV, Werbeumsätze Radio, Werbeumsätze Online

Ausbildung und Beschäftigung

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Rundfunkunternehmen ist auch auf dem Arbeitsmarkt spürbar. Radio- und Fernsehsender bieten Ausbildung und Beschäftigung in einer Vielzahl zukunftsfähiger Berufsbilder. Die privaten Rundfunkunternehmen beschäftigen laut der Studie „Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2014/15“ rund 23.000 Mitarbeiter und sichern darüber hinaus ein Vielfaches an Arbeitsplätzen in den vor- und nachgelagerten Branchen.

Mehr unter: Beschäftigung

Einmalige Angebotsvielfalt

Mit 685 privaten Radio- und TV-Programmen (Jahrbuch der Medienanstalten 2016/17) sorgen die privaten Rundfunkunternehmen rund um die Uhr für Medienvielfalt, Kreativität und Innovation. Neben 397 privaten Fernsehprogrammen und 288 privaten Hörfunkprogrammen bietet die im internationalen Vergleich einmalig vielfältige deutsche Rundfunklandschaft viele hundert Online- und Mobile-Angebote sowie Webradio- und Video-on-Demand-Angebote.

Mehr unter: Medienangebote, TV-Programme, Radioprogramme, Online & Mobile

Millionenpublikum - linear und on-demand

Radioangebote erreichen laut ma Radio 2017 II täglich über 55 Millionen Hörer und damit über 78 Prozent der deutschen Bevölkerung. Der weiteste Hörerkreis von Radio liegt bei 93 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung. Die Fernsehangebote erreichen täglich über 51 Millionen Seher (ab 3 Jahre) und damit etwa 69 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Der weiteste Seherkreis im Fernsehen liegt bei etwa 92 Prozent der Bevölkerung. Im Durchschnitt schauen die Deutschen täglich 223 Minuten fern und hören werktäglich 192 Minuten Radio. Neben dem klassischen linearen Radio- und TV-Konsum gewinnt die Nutzung der interaktiven Angebote mehr und mehr an Bedeutung. Auch wenn die Internetnutzung insgesamt noch deutlich unter der Radio- und TV-Nutzung liegt, erreichen die Online-Angebote der privaten Radio- und Fernsehanbieter mittlerweile Monat für Monat über 35,5 Millionen Menschen im Internet, das entspricht etwa 51 Prozent der Online in Deutschland. Insgesamt nutzten etwa 74 Prozent der Onliner in Deutschland zumindest gelegentlich Online-Videoangebote rund 53 Prozent nutzen bereits Audioangebote im Netz.

Mehr unter: Mediennutzung, Radionutzung, TV-Nutzung, Online-Nutzung, Mobile-Nutzung, Webradio-Nutzung, Web-TV- und VoD-Nutzung

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Frank Giersberg

Mitglied der Geschäftsleitung / Markt- und Geschäftsentwicklung, Kaufmännischer Leiter
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