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Webradiomonitor 2016: Erste Ergebnispräsentation (Schwerpunkt: Werbung)

14. September 2016

Webradio- und Online-Audioangebote werden im Werbemarkt immer relevanter. Das belegen erste Ergebnisse des Webradiomonitors 2016, der im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) durch das Berliner Forschungsinstitut Goldmedia erstellt und mit ersten Teilergebnisse auf der dmexco vorgestellt wurde (vgl. Pressemitteilung).

Das für den Webradiomonitor erfasste Angebot von Online-Audiodiensten in Deutschland wächst seit über zehn Jahren stetig. Aktuell haben die Marktforscher über 10.000 Dienste gezählt, rund drei Viertel davon User-generated Radio-Streams oder redaktionell erstellte Playlists.

Neben den Anbietern wurden für den Webradiomonitor 2016 erstmals auch Online-Audionutzer nach ihrem Audiokonsum befragt. Demnach findet der gesamte Audio- und Musikkonsum, einschließlich Radio- und Webradio-Nutzung, bei den Online-Audio-Hörern (ab 14 Jahren) nach eigener Einschätzung bereits zu 48 Prozent online statt, bei den 18- bis 23-Jährigen sogar zu 60 Prozent.

Innerhalb der Online-Audionutzung sind die klassischen UKW-Radioprogramme die mit Abstand meistgenutzten Angebote: Simulcast-Radios werden von 76 Prozent der Befragten mindestens gelegentlich genutzt, gefolgt von Video-Streaming-Diensten (53 Prozent), Musik-Streaming-Diensten (48 Prozent), Online-Submarken der Simulcast-Radios (32 Prozent), Online-Only-Radios (31 Prozent), Podcasts (16 Prozent), Radio-Aggregatoren (11 Prozent) und User-Generated Radios (5 Prozent).

Bevorzugt genutzt werden in Deutschland die kostenfreien Online-Audioangebote. Laut Webradiomonitor 2016 nutzen 83 Prozent der befragten Online-Audionutzer überwiegend oder ausschließlich kostenfreie Dienste. Nur 4 Prozent setzen überwiegend oder ausschließlich auf kostenpflichtige Angebote.

Für die Nutzung von Webradio- und Online-Audiodiensten ergeben sich für die Befragten viele Gelegenheiten. 84 Prozent der Befragten gaben an, Online-Audiodienste zu Hause zu nutzen, 49 Prozent bei der Hausarbeit und 26 Prozent bei der Arbeit. Aber auch mobile Nutzungssituationen werden häufig genannt. Das Auto liegt mit 26 Prozent ebenfalls auf Rang drei, Bus oder Bahn liegen bei 18 Prozent.

Nach Angaben der Webradio- und Online-Audioanbieter liegt der Anteil der mobilen Sessions aktuell bei 32 Prozent und soll bis zum Jahr 2018 auf rund 45 Prozent steigen. Demgegenüber liegt der Anteil der Sessions über stationäre Geräte derzeit noch bei 68 Prozent soll jedoch bis 2018 auf 32 Prozent zurückgehen.

Demensprechend werden auch die mobilen Werbeerlöse für die werbefinanzierten Online-Audioanbieter immer wichtiger. Für den Zeitraum von 2015 bis 2018 erwarten die befragten Anbieter einen anteiligen Anstieg der mobilen Werberlöse von 31 Prozent auf 54 Prozent.

Insgesamt rechnen die Studienautoren für den Webradio- und Online-Audio-Markt mit weiterem Umsatzwachstum und prognostizieren auf Basis eines für das Jahr 2015 geschätzten Netto-Werbevolumens der Webradio- und Online-Audio-Anbieter von rund 17 Millionen Euro (inkl. Audio- und Display-Werbung) bis 2018 einen weiteren Anstieg auf knapp 40 Millionen Euro (+ 35 Prozent pro Jahr).

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