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Fernsehnutzung in Europa weiterhin stabil, Bewegtbildnutzung insgesamt steigt

7. November 2017

Die Fernsehnutzung ist in Europa weiterhin stabil, die Bewegtbildnutzung insgesamt steigt weiter. Laut den Studienergebnissen der „TV Key Facts 2017“ von RTL AdConnect betrug die durchschnittliche tägliche Sehdauer im Jahr 2016 für das Gesamtpublikum innerhalb der EU 230 Minuten (2015: 232 Min.). Die Zahl bezieht sich auf die klassische Fernsehnutzung auf dem TV-Gerät, die gesamte Bewegtbildnutzung über alle Endgeräte fällt somit noch höher aus. Spitzenreiter in der EU ist Rumänien mit einer durchschnittlichen Sehdauer von 329 Minuten, gefolgt von Portugal (287 Min.) und Ungarn (282 Min.). Die größte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr konnte Litauen mit elf Minuten (auf 225 Min.) verzeichnen. Weltweit betrug die Sehdauer 2016 mit 180 Minuten genau drei Stunden täglich. Die zeitversetzte Fernsehnutzung auf dem TV-Gerät variiert dabei von Land zu Land: Während in Deutschland der Anteil der zeitversetzten TV-Nutzung seit der Einführung der Messung in 2009 relativ stabil bei 0,3 Prozent liegt, beträgt der Anteil in Großbritannien (13,8 %), der Deutschschweiz (13,4 %) und den USA weit über zehn Prozent.

Der Anteil der digitalen TV-Nutzung lag 2016 in der EU bei 91,5 Prozent, die meistgenutzten Übertragungswege sind Satellit (31,3 %) und die digitale Terrestrik (28,5 %). Den Verbreitungsweg über Kabel nutzten 2016 in der EU 16,8 Prozent der TV-Haushalte und IPTV 15,0 Prozent. Deutschland liegt - aufgrund der noch teilweise analogen Kabelverbreitung - mit einem digitalen TV-Anteil von 75,8 Prozent unter dem EU-Durchschnitt.

Als Treiber der Bewegtbildnutzung gilt nach wie vor die hohe Penetration von mobilen Endgeräten, insbesondere von Smartphones, sowie der Ausbau von Breitbandinternetverbindungen. Laut der Studienergebnisse beträgt die Smartphone-Verbreitung innerhalb der EU bereits 66,0 Prozent. Deutschland liegt mit 62,6 Prozent leicht unter dem Durchschnitt, meistverbreitet sind Smartphones in Norwegen (81,9 %) und Dänemark (80,1 %). Die Verbreitung von Breitbandinternetverbindungen in EU-Haushalten lag 2016 bei 67,8 Prozent. Hier sind insbesondere die Schweiz (93,4 %), Dänemark (92,8 %) und Luxemburg (90,4 %) führend, Deutschland liegt mit 72,7 Prozent über dem Durchschnitt. Zeitgleich nimmt auch die Verbreitung von Smart-TV-Geräten immer weiter zu: im Jahr 2016 waren 35,0 Prozent der EU-TV-Haushalte mit einem internetfähigen TV-Gerät ausgestattet. Deutschland liegt mit einem Anteil von 46,7 Prozent weit über dem Durchschnitt und ist europäischer Spitzenreiter; weltweit hat mit 55,3 Prozent der TV-Haushalte nur Japan eine höhere Verbreitung. Eine der größeren Herausforderungen der letzten Jahre ist die Messung von Bewegtbildnutzung auf den mobilen Endgeräten und Smart-TVs sowie die Schaffung einer konvergenten Messwährung. Während in 2016 in den Niederlanden und Frankreich erste Daten einer konvergenten Bewegtbildmessung zur Verfügung standen, sollen in 2017 sowie 2018 mit beispielsweise Dänemark, Schweden, USA und Deutschland weitere Märkte folgen.

Die Studie „TV Key Facts“ von RTL AdConnect wird seit 1994 jährlich veröffentlicht und beleuchtet die TV-Geräteausstattung und -nutzung in 35 europäischen Ländern, sowie China, Indien, Japan und den USA. Die Daten liefern Eurodata TV, eine Tochter von Médiamétrie, IHS Markit und lokale Institute.

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