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Einnahmen der Radio-Industrie im internationalen Vergleich (2011)

21. December 2012

Die Einnahmen der Radio-Industrie sind im Jahr 2011 weltweit leicht angestiegen und lagen bei knapp 34 Milliarden Euro. Wie aus dem Seventh Annual International Communications Market Report der britischen Medienaufsicht OFCOM hervorgeht, stammt der Großteil der weltweiten Radio-Erlöse mit 68 Prozent aus der Werbefinanzierung. Die öffentliche Gebührenfinanzierung macht 26 Prozent der weltweiten Radio-Einnahmen aus, die verbleibenden 6 Prozent entfallen auf Abo-Erlöse.

Beim Vergleich der 17 untersuchten Einzelstaaten (Gesamtvolumen: 29 Mrd. Euro) liegen die USA mit deutlichem Abstand vorn. In 2011 hat die US-amerikanische Radioindustrie insgesamt 13,2 Mrd. Euro erwirtschaftet. Auf Platz 2 folgt Deutschland mit einem Radio-Marktvolumen von 3,3 Milliarden Euro, gefolgt von Japan mit Radioumsätzen von insgesamt 3,2 Milliarden Euro. Auf den Plätzen folgen Frankreich (1,7 Mrd. Euro), Großbritannien (1,4 Mrd. Euro), Kanada (1,4 Mrd. Euro) und China (1,2 Mrd. Euro).

Bei der Verteilung der Erlösquellen zeigen sich deutliche Unterschiede in den Territorien. Laut OFCOM werden in Nordamerika mit 12,6 Milliarden Euro die meisten Werbeumsätze erzielt, zudem sind die USA und Kanada weltweit das einzige Territorium, in dem mit 2,1 Milliarden Euro auch signifikante Pay-Radio-Erlöse erzielt werden. Öffentliche Gelder spielen in Nordamerika keine Rolle. In Europa fließen dagegen mit 5,1 Milliarden Euro die meisten öffentlichen Gelder in den Radiomarkt. Gemessen an den Werbeumsätzen liegt Europa mit 3,6 Mrd. Euro an zweiter Stelle. Das drittgrößte Radio-Werbevolumen wird mit 2,1 Milliarden Euro in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und Kanada) erwirtschaftet, in denen Radio vollständig über Werbung refinanziert wird. Australien und Japan kommen gemeinsam auf ein Radiowerbemarktvolumen von 1,8 Milliarden Euro. Darüber hinaus fließen in Japan 2,1 Milliarden Euro öffentliche Gelder in den Radiomarkt.

Im Europäischen Vergleich liegt Deutschland als größter Radio-Gesamtmarkt mit einem Gesamtvolumen von 3,5 Milliarden Euro vorne, gefolgt von Frankreich (1,7 Mrd. Euro) und Großbritannien (1,4 Mrd. Euro). Das mit Abstand größte Segment im deutschen Radiomarkt sind die öffentlichen Gelder in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. Damit fließen in Deutschland mehr als 50 Prozent der gesamten öffentlichen Radio-Gelder Europas und knapp 40 Prozent der weltweit verfügbaren öffentlichen Gelder. In Europa liegt in diesem Segment Frankreich mit 1,0 Milliarden Euro auf Platz 2, gefolgt von Großbritannien (0,8 Mrd. Euro) und Schweden (0,3 Mrd. Euro). Die höchsten Werbeumsätze im Radio verzeichnet Frankreich mit 0,8 Milliarden Euro, vor Deutschland (0,7 Mrd. Euro) und Großbritannien (0,5 Mrd. Euro).

Die Umsatzangaben der OFCOM liegen allerdings etwas unter den VPRT-Erhebungen der Radioumsätze in Deutschland (2011).

Die höchsten Pro-Kopf-Einnahmen insgesamt werden mit 44 Euro pro Jahr in der schwedischen Radio-Industrie erwirtschaftet. In den USA werden pro Kopf und Jahr 42,1 Euro umgesetzt. Deutschland liegt im internationalen Vergleich mit 42 Euro an dritter Stelle. Bei der Verteilung der Anteile, die pro Kopf auf die verschiedenen Erlösquellen entfallen, ist Schweden weltweit das einzige Land, für das die OFCOM ein mit Deutschland vergleichbares Volumen festgestellt hat.

Weitere internationale Marktdaten:
International Communications Market Report 2012

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