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OFCOM analysiert weltweite Einnahmen der TV-Industrie 2012

19. December 2013

Die Einnahmen der TV-Industrie sind im Jahr 2012 auf weltweit rund 311 Milliarden Euro gestiegen. Wie aus dem Eighth Annual International Communications Market Report der britischen Medienaufsicht OFCOM hervorgeht wurden 2012 international gut die Hälfte der globalen TV-Umsätze im Pay-TV-Segment (ca. 157 Milliarden Euro) erwirtschaftet, etwa 40 Prozent der globalen TV-Umsätze entfallen auf das Segment der TV-Werbeerlöse (ca. 126 Milliarden Euro) und nur rund 9 Prozent stammen aus Gebühren oder staatlicher Finanzierung (ca. 28 Milliarden Euro).

Die USA waren laut OFCOM mit 128 Milliarden Euro in 2012 nach wie vor der mit Abstand umsatzstärkste TV-Markt der Welt. In der kanadischen TV-Industrie wurden 2012 rund 5,6 Milliarden Euro umgesetzt. Nach Nordamerika belegt Europa mit 62,9 Milliarden Euro in 2012 den zweiten Platz im Vergleich der Territorien. Gefolgt von Australien / Japan (Australien: 6,5 Milliarden Euro, Japan: 40,4 Milliarden Euro) und den BRIC-Staaten (Brasilien: 15,7 Milliarden Euro, Russland: 4,8 Milliarden Euro, Indien: 5,9 Milliarden Euro, China: 19,1 Milliarden Euro).

Im europäischen Vergleich lag die TV-Industrie Deutschland mit 13,6 Milliarden Euro in 2012 auf Rang 2, hinter Großbritannien (14,4 Mrd. Euro). Diese Darstellung weicht allerdings von den OFCOM-Angaben der Vorjahre ab, in denen Deutschland als der umsatzstärkste TV-Markt in Europa geführt wurden. Auch laut VPRT-Erhebungen lagen die TV-Gesamtumsätze in Deutschland 2012 über den nun von der OFCOM veröffentlichten Werten. Frankreich folgt mit 11,8 Mrd. Euro auf Rang 3. Für diese drei größten TV-Nationen in Europa stellt die OFCOM in den zurückliegenden Jahren ein kontinuierliches Wachstum der TV-Industrien fest, während Italien (8,3 Mrd. Euro) auf Platz 4 und Spanien (5,4 Mrd. Euro) auf Platz 5 im europäischen TV-Ranking in 2012 einen leichten Umsatzrückgang der heimischen TV-Umsätze zu verzeichnen hatten. Auf den Plätzen folgen Niederlande (3,2 Mrd. Euro), Polen (3,0 Mrd. Euro), Schweden (2,2 Mrd. Euro) und Irland (1,0 Mrd. Euro).

Bei der Verteilung der Erlösquellen zeigen sich deutliche Unterschiede in den nationalen TV-Märkten. Laut OFCOM werden die höchsten Pay-TV-Umsätze im europäischen Vergleich 2012 in Großbritannien erzielt (6,7 Mrd. Euro), gefolgt von Frankreich (6,0 Mrd. Euro) und Deutschland (4,7 Mrd.). Zu beachten ist allerdings, dass die OFCOM bei der Erfassung der Pay-TV-Erlöse offenbar auch Zugangskosten (z.B. Kabel- oder IPTV-Gebühren) mit berücksichtigt, so dass die OFCOM etwa in Frankreich und Deutschland im Vergleich zu anderen Quellen zu deutlich höherem Werten bei den Pay-TV-Umsätzen kommt (vgl. Pay-TV-Umsatzstatistik der deutschen Landesmedienanstalten). Die höchsten TV-Werbeeinnahmen 2011 werden dem Bericht zufolge in Großbritannien (4,4 Mrd. Euro) erreicht, gefolgt von Deutschland (4,1 Mrd. Euro) und Italien (3,9 Mrd. Euro). Die im europäischen, aber auch im internationalen Vergleich mit Abstand höchsten öffentlich-rechtlichen Einnahmen stellt die OFCOM für Deutschland fest - 4,8 Milliarden Euro sind hierzulande 2012 laut OFCOM in das öffentlich-rechtliche Fernsehen geflossen. Diese Angaben weichen allerdings von den VPRT-Erhebungen der TV-Umsätze in Deutschland 2012 ab.

Im weltweiten Vergleich liegt Nordamerika – insbesondere geprägt durch die USA –  bei den Werbeeinnahmen wie auch bei den Abonnement-Einnahmen an der Spitze. Allein auf die US-amerikanische TV-Industrie entfallen laut OFCOM 48,5 Milliarden Euro TV-Werbeerlöse und 78,9 Milliarden Euro Pay-TV Einnahmen.

Auch die höchsten Pro-Kopf-Erlöse werden in der US-amerikanischen TV-Industrie erwirtschaftet. In den USA werden zudem die weltweit höchsten Pro-Kopf-Einnahmen über Abos und über Werbung erzielt. Die weltweit mit Abstand höchsten Pro-Kopf-Kosten für die Finanzierung von öffentlich-rechtlichem Fernsehen entstehen in Deutschland.

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