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Über 95 Prozent der TV-Haushalte empfangen digital (Digitalisierungsbericht 2017)

7. September 2017

Digitales Fernsehen wird inzwischen von über 95 Prozent der Haushalte in Deutschland genutzt. Dem Digitalisierungsbericht 2017 der Landesmedienanstalten zufolge empfangen 91,7 Prozent ausschließlich digitale Programme, 3,6 Prozent empfangen digitale und analoge Programme. Der Anteil der Haushalte, die ausschließlich über analoge Empfangsgeräte verfügen, sank auf 4,7 Prozent.

Nachdem die Satellitenhaushalte bereits seit 2012 vollständig digitalisiert sind, schreitet die Digitalisierung auch in den verbliebenen Kabelhaushalten weiter voran. Mit einem Anteil von 88,6 Prozent werden schon fast neun von zehn Kabelhaushalten mit digitalen Programmen versorgt.

Die Verteilung der Verbreitungswege insgesamt (analog und digital) ist dem Bericht zufolge im Großen und Ganzen weiterhin stabil. Die Verbreitung von Kabelanschlüssen und Satellitenempfängen bleibt nahezu konstant und auf etwa gleichem Niveau. DSL-TV konnte weiter zulegen und kommt jetzt auf 6,9 Prozent, während die Terrestrik weiter leichte Rückgänge verzeichnete.

Mit der Digitalisierung wächst auch die Verbreitung von hochauflösendem Fernsehen. Rund zwei Drittel der Haushalte (65,7 %) empfängt inzwischen Programm in HD-Qualität. Besonders stark sind hier die IPTV- und Satellitenhaushalte. Kabelhaushalte liegen mit 58,3 Prozent weiterhin unter dem Durchschnitt.

Die Verbreitung von Geräten, die Connected-TV empfangen können, wächst ebenfalls weiter. In jedem zweiten Haushalt sind inzwischen Geräte vorhanden, die hybrides Fernsehen wiedergeben können, 40,7 Prozent verfügen über Connected-TV-Geräte wie Smart-TVs, Spielekonsolen, Blu-ray-Player oder entsprechende Set-Top-Boxen, und in fast jedem dritten Haushalt steht ein Smartfernseher.

Durch die hohe Verfügbarkeit an entsprechenden Geräten steigt auch der  Anteil der interaktiven und non-linearen TV-Nutzung. Nur noch knapp 70 Prozent der Sendungen werden zum tatsächlichen Ausstrahlungszeitpunkt angesehen. Vor allem bei den 14- bis 29-Jährigen gewinnt Video-on-Demand zunehmend an Bedeutung.

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