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VPRT zum World TV Day 2016: Fernsehen erreicht über 600 Millionen Menschen in Europa

16. November 2016

• Private Angebote leisten wichtigen Beitrag zur Medien- und Meinungsvielfalt
• Faire und zeitgemäße Regulierung muss Konvergenz und globalem  Wettbewerb Rechnung tragen

Berlin, 16. November 2016 Fernsehen erreicht pro Woche rund 610 Millionen Europäer. Im Durchschnitt sehen 89 Prozent aller Menschen in Europa jede Woche fern, die meisten von ihnen täglich. Über die gesamte europäische Bevölkerung hinweg liegt die TV-Nutzung bei 3 Stunden und 55 Minuten pro Tag. Hinzu kommt eine dynamisch wachsende Online-Videonutzung, mit der die Bedeutung von Bewegtbildangeboten für die europäischen Mediennutzer noch weiter steigt.
Mit diesen Kennzahlen unterstreichen der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT) und zahlreiche weitere europäische Branchenverbände anlässlich des diesjährigen World TV Day der Vereinten Nationen am 21. November die enorme gesellschaftliche Relevanz des Fernsehens.

Julian Geist, Vorsitzender des Fachbereiches Fernsehen und Multimedia im VPRT: „Fernsehen ist das Massenmedium Nummer 1 in Europa. Es spielt hier eine herausragende Rolle für die Meinungsvielfalt, Demokratie und Freiheit. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir einen modernen Governance-Rahmen schaffen. Nur so werden die europäischen TV-Anbieter auch im globalen und zunehmend konvergenten Wettbewerb des 21. Jahrhunderts bestehen können. Wir sind zuversichtlich, dass dies mit der anstehenden Revision der Audiovisuelle Mediendienste-Richtlinie gelingen kann.“

Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung des VPRT: „Die Bewegtbildnutzung boomt europaweit über alle Plattformen hinweg. Live-TV liegt weiter auf sehr hohem Niveau und die Nutzung von TV- und Videoinhalten auf Abruf wächst mit hoher Dynamik. Damit ist die konvergente Mediennutzung längst Realität. Eine regulatorische Unterscheidung nach linearen und nonlinearen Bewegtbildangeboten bildet diese Realität einfach nicht mehr ab.“

In einigen europäischen Märkten liegt der Anteil der TV- und Video-on-Demand-Nutzung heute bereits bei 30 bis 40 Prozent, so etwa in Großbritannien oder Irland. In anderen europäischen Ländern, beispielsweise Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden liegt die Nutzung abseits der Live-TV-Nutzung schon bei 10 bis 20 Prozent in der Gesamtbevölkerung, in den jüngeren Zielgruppen noch einmal deutlich höher. Dabei prägen vor allem auch TV-Inhalte die insgesamt steigende On-Demand-Nutzung.

Europaweit verbringen die Menschen im Schnitt fast 4 Stunden täglich mit der TV-Nutzung. Die TV-Sehdauer variiert allerdings von Land zu Land zum Teil erheblich. Während viele mitteleuropäische Länder – etwa Deutschland, Frankreich, Spanien und die Niederlande, aber auch Großbritannien und Irland – bei der TV-Nutzung eher im europäischen Mittelfeld liegen, bleiben einige nordeuropäische Länder – insbesondere Schweden, Norwegen, Finnland und Island – deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Auf eine erheblich höhere Sehdauer von 4 bis 5 Stunden und mehr kommen mehrere süd- und südosteuropäische Länder, darunter Italien, Serbien oder Rumänien. Über alle Landesgrenzen hinweg gehört Fernsehen zum täglichen Leben von Millionen Europäern.

In Deutschland erreichte Fernsehen 2015 einen weitesten Seherkreis von 92,2 Prozent der Bevölkerung, Tagesreichweiten von 69,1 Prozent und eine tägliche TV-Sehdauer von 3 Stunden und 43 Minuten.

Grafiken zum Download


Quellen:
Gemeinsame Pressemitteilung von Association of Commercial Television in Europe (ACT), association of television and radio sales houses (egta) und European Broadcasting Union (EBU) zum World TV Day 2016 vom 16.11.2016

VPRT-Mediennutzungsanalyse 2015


Über den World TV Day:
Bereits zum 20. Mal findet am 21. November 2016 der World Television Day der Vereinten Nationen statt. Der World TV Day 2016 wird weltweit von TV-Sendern und ihren Branchenorganisationen unterstützt, darunter auch die Association of Commercial Television in Europe (ACT) und die association of television and radio sales houses (egta), zwei europäische Partnerorganisationen des VPRT. Der Tag soll die Rolle des Fernsehens für Demokratie und Freiheit hervorheben und auf das Fernsehen als Förderer von Bildung und Vielfalt hinweisen.
Mehr Informationen unter http://www.worldtelevisionday.tv/


Für Rückfragen:
Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung, Markt- und Geschäftsentwicklung
T | +49 30 3 98 80-100, E | giersberg@vprt.de
Pressesprecher Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T | +49 30 3 98 80-101, E | schultz@schultz-kommunikation.de


Über den VPRT:
Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und Mobileangeboten bereichern seine rund 150 Mitglieder Deutschlands Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen, technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als Wirtschaftsverband unterstützen wir unsere Unternehmen im Dialog mit Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels – national und auf EU-Ebene.

Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles – Büro Brüssel
T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vprt.de  
www.vprt.de


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Frank Giersberg

Mitglied der Geschäftsleitung / Markt- und Geschäftsentwicklung, Kaufmännischer Leiter

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Pressesprecher
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