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EU-Kommission sieht Mehrheit für eine auf EU-Ebene koordinierte Freigabe des 700-MHz-Bandes

11.06.2015

Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse ihrer öffentlichen Konsultation zur zukünftigen Nutzung des UHF-Bandes veröffentlicht. Danach fordert die Mehrheit der an der Konsultation Beteiligten, dass die Nutzung des 700-MHz-Bands auf EU-Ebene koordiniert wird und dass sich die EU-Staaten auf einen gemeinsamen europäischen Zeitplan sowie kosteneffizienten Übergang für die Freigabe des Bandes einigen. Große Zustimmung findet laut EU-Kommission auch die bereits von der Expertengruppe unter dem ehemaligen EU-Kommissar Pascal Lamy vorgeschlagene Übergangsfrist bis 2020 (+/- 2 Jahre).

Mit Blick auf den Frequenzbereich unterhalb des 700-MHz-Bandes gingen die Meinungen zwischen Vertretern der TK-Industrie einerseits und der Kultur- und Kreativwirtschaft auf der anderen Seite weiterhin auseinander. Mit Blick auf die anstehende Weltrundfunkkonferenz (WRC-15) werde von Seiten der TK-Unternehmen gefordert, dass sich die EU für eine ko-primäre Nutzung der Frequenzen unterhalb des 700-MHz-Bandes einsetzt, während die Kultur- und Kreativwirtschaft dies ablehne. Auch der VPRT hatte sich entsprechend in seiner Stellungnahme positioniert.

Die EU-Kommission wird nun einen Vorschlag für die koordinierte Freigabe des 700-Mhz-Bandes erarbeiten. Gleichzeitig soll in Abstimmung mit den EU-Mitgliedstaaten weiter an einer gemeinsamen Position mit Blick auf die WRC-15 gearbeitet werden.

Ansprechpartner

Anne Peigné

European Affairs Manager

René Böhnke

Referent Medientechnologie