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Studie fordert Anpassung von Förderung und Lizenzierung an die Digitalisierung

22.11.2017

Lizenzierungsmodelle, Zuschnitte der Sendegebebiete und Förderung des privaten Radios müssen mittelfristig an die digitale Zukunft angepasst werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Goldmedia-Studie „Ausgestaltung der lokalen Hörfunklandschaft in Baden-Württemberg 2025“ im Auftrag der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK). Die Beibehaltung des Status quo bedeute vor dem Hintergrund der Digitalisierung für die Hörfunkveranstalter unklare Perspektiven mit zunehmendem Wettbewerbsdruck.

Soll DAB+ gestärkt werden, bedürfe es einer intensiven Förderung und Lizenzierungsmodellen, die mehr Kooperationen zwischen den Hörfunksendern erlauben, heißt es in der Studie. Die Durchsetzung dieses digitalen Übertragungsweges sei auch stark von der Förderpolitik abhängig. Bis 2025 könnten, je nach Förderszenario, rund 42 Prozent aller Haushalte im Südwesten mindestens einen DAB+-Empfänger haben. Um dies zu erreichen, müssten aber vor allem die Simulcast-Kosten von UKW und DAB+ für eine Übergangszeit stärker gefördert werden. Ansonsten drohe eine kostenintensive Doppelversorgung.

Auch sei zu beachten, dass sich der Marktanteil von gestreamtem Internetradio bis 2025 auf bis zu 30 Prozent erhöhen wird. Mit 5G stünden künftig neue Technologien bereit, die eine kostengünstige Broadcast-Radioverbreitung und gleichzeitig auch personalisierte Angebote ermöglichen. Hier ginge es jetzt auch darum, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um mit neuen Allianzen und Kooperationen die technische Teilhabe an Alexa, Siri und Co. und die Auffindbarkeit in der digitalen Welt zu gestalten.

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Ansprechpartner

Daniela Beaujean

Mitglied der Geschäftsleitung / Recht und Regulierung, Justiziarin