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EU-Finanzminister beschließen neues Mehrwertsteuersystem für Online-Unternehmen

06.12.2017

Die EU-Finanzminister haben sich auf eine Reihe von Maßnahmen, die das Mehrwertsteuersystem für Online-Unternehmen in der EU vereinfachen, geeinigt. Das verabredete neue System soll es Verbrauchern und Unternehmen erleichtern, Waren grenzüberschreitend online zu kaufen und zu verkaufen.

Die verabschiedeten Bestimmungen treten bis 2021 schrittweise in Kraft. Ab dem 1. Januar 2019 werden für Kleinstunternehmen einfachere Verfahren für grenzüberschreitende Verkäufe im Wert von bis zu 100.000 Euro im Jahr gelten. Des Weiteren soll ein einheitliches Onlineportal für die Mehrwertsteueranmeldung geschaffen werden. Ohne das Portal müssen Unternehmen ihre Mehrwertsteuerregistrierung in jedem EU-Mitgliedstaat, in dem sie wirtschaftlich aktiv sind, vollziehen. Großen Online-Handelsunternehmen und Marktplätzen wird die Verantwortung dafür übertragen, dass die Mehrwertsteuer abgeführt wird, wenn Unternehmen in Drittländern Waren an Verbraucher in der EU verkaufen und diese Waren beispielsweise in Warenlagern in EU-Staaten lagern.

Durch die neuen Vorschriften ist gewährleistet, dass die Mehrwertsteuer in dem Mitgliedstaat entrichtet wird, in dem der Endverbraucher ansässig ist.

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Ansprechpartner

Julia Maier-Hauff

Senior Counsel European Affairs / Syndikusrechtsanwältin