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DLM-Symposium 2017: Werberegulierung in Zeiten der Medienkonvergenz

24.03.2017

Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) widmete ihr diesjähriges Symposium dem Thema Werberegulierung. Vor dem Hintergrund der laufenden Novellierung der EU-Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste (AVMD) debattierten die Gäste über die Herausforderungen, welche die weiter wachsende Konvergenz zwischen Rundfunk und Telemedien für die Medienunternehmen als auch für die Medienaufsicht hervorbringt

Die zentralen Fragen waren, wieviel Schutz und staatliche Regulierung der Verbraucher künftig noch benötigt und inwieweit die aktuellen Bestimmungen der Lebens- und Wirtschaftspraxis noch gerecht werden.

Der VPRT-Vorstandsvorsitzende Hans Demmel betonte, dass mehr über die Chancen und Möglichkeiten der digitalen Welt und weniger über neue Regelungen gesprochen werden sollte. Ansonsten fließen die Werbegelder an große internationale Player und nicht an die deutsche Kreativwirtschaft. Ihm pflichtete der Chef der Staatskanzlei des Freistaates Sachsen, Staatsminister Dr. Fritz Jaeckel, bei. Er mahnte davor, die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle im immer härteren Wettbewerb nicht bereits im Keim zu ersticken. Er setze auf den Konsumenten als mündigen Bürger. 

Vertreter aus Politik, Regulierung und Wirtschaft zeigten sich überwiegend enttäuscht, dass die laufende Novellierung der AVMD-Richtlinie derzeit hinter den Ergebnissen der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz zurückbleibt. Das Mitglied des Fachbereichsvorstandes Fernsehen und Multimedia, Heiko Zysk, hofft, dass im Zuge der weiteren Verhandlungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten eine möglichst weitgehende Flexibilisierung der Werbevorschriften erreicht werden kann.

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Ansprechpartner

Daniela Beaujean

Mitglied der Geschäftsleitung / Recht und Regulierung, Justiziarin

Anne Peigné

European Affairs Manager