Back to top

VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016

19.05.2016

Deutsche Wirtschaft investiert verstärkt in TV- und Radiowerbung

• Radio und TV gewinnen kontinuierlich Werbemarktanteile
• Umsatzzuwächse der audiovisuellen Medien auf 5,7 Mrd. € prognostiziert
• Hohe Reichweiten immer wertvoller für Werbungtreibende

Berlin, 19. Mai 2016 Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) hat heute anlässlich der Jahresversammlung „Plenum der Werbung“ des Zentralverbandes der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) seine Frühjahrsprognose zur weiteren Entwicklung des Werbemarktes 2016 in den Bereichen TV-, Radio-, Audio- und Videowerbung veröffentlicht. Für die audiovisuellen Medien prognostiziert der Verband für das Jahr 2016 insgesamt Umsatzzuwächse von 3 bis 4 Prozent (2015: +3,9 Prozent) auf rund 5,7 Milliarden Euro (2015: 5,5 Milliarden Euro) und einen Werbemarktanteil von rund 38 Prozent (2015: 36 Prozent).

Claus Grewenig, Geschäftsführer des VPRT, kommentierte: „Die Zahlen unterstreichen eindrucksvoll die Relevanz der Radio- und Fernsehindustrie auch als volkswirtschaftlicher Faktor. Die Rahmenbedingungen und Entwicklungsfähigkeit der Branche sind dabei die zentralen Anliegen der VPRT-Mitgliedsunternehmen. Sie stehen 2016 mit den erwarteten konkreten Ergebnissen der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz sowie der Diskussion über den Erhalt der Werbefreiheit im Fokus der politischen Debatte.“

Die Netto-Werbeumsätze des Fernsehens in Deutschland werden laut VPRT-Prognose 2016 um 2 bis 3 Prozent (2015: +3 Prozent) auf über 4,5 Milliarden Euro (2015: 4,4 Milliarden Euro) ansteigen. Der Marktanteil von TV-Werbung soll erstmals auf über 30 Prozent (2015: 29 Prozent) steigen. Hinzu kommen die Netto-Werbeumsätze im Bereich Instream-Videowerbung, für die ein Wachstum in 2016 um 25 bis 30 Prozent (2015: +28 Prozent) auf über 400 Millionen Euro (2015: 320 Millionen Euro) prognostiziert wird. Gegenüber dem Vorjahr werden demnach voraussichtlich nochmals rund 200 Millionen Euro (2015: +199,7 Millionen Euro) zusätzlich in TV- und Videowerbung investiert und die Umsätze aus Bewegtbildwerbung werden insgesamt um 4 bis 5 Prozent auf knapp 5 Milliarden Euro ansteigen.

Die Netto-Werbeumsätze Radio sollen 2016 um 1 bis 2 Prozent (2015: +0,7 Prozent) auf über 750 Millionen Euro (2015: 743 Millionen Euro) steigen. Damit wird für die Radiowerbung in Deutschland ein Marktanteilsgewinn auf über 5 Prozent (2015: 4,9 Prozent) erwartet. Zusätzlich prognostiziert der Verband auf vergleichsweise niedriger Basis einen Anstieg der Netto-Werbeumsätze im Segment der Instream-Audiowerbung 2016 von 40 bis 50 Prozent (2015: +36 Prozent) auf erstmals über 20 Millionen Euro (2015: 15 Millionen Euro). Insgesamt werden damit voraussichtlich rund 18 Millionen (2015: +9 Millionen Euro) zusätzlich in Radio- und Audiowerbung investiert, die um rund 2 bis 3 Prozent auf über 770 Millionen Euro anwachsen sollen.

Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung und für den Bereich Markt- und Geschäftsentwicklung im VPRT verantwortlich, erläuterte: „Hohe Reichweiten werden immer wertvoller, daher investiert die Wirtschaft verstärkt in Radio und TV. Gleichzeitig investieren die Medien mehr denn je in neue Inhalte, Angebots- und Werbeformen. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, so dass die Bedeutung der Branche für den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt weiter steigt.“

Für die Jahre 2017-2021 rechnet der VPRT in seiner Trendprognose mit einer weiter steigenden Nachfrage nach audiovisuellen Medieninhalten sowie nach audiovisuellen Werbemöglichkeiten. Dabei wird für die linearen Angebote eine stabile Entwicklung erwartet, während für nonlineare und interaktiv verbreitete Inhalte (z. B. Video-on-Demand, Audio-on-Demand, Smart Radio, Smart TV oder Virtual Reality) eine hohe Wachstums- und Innovationsdynamik prognostiziert wird. Gleichzeitig rechnet der VPRT in den kommenden Jahren mit einer fortschreitenden Fragmentierung, neuen Markteintritten, starkem internationalen Wettbewerb und in Folge mit weiter steigender Wettbewerbsintensität. Medienunternehmen werden in diesem Marktumfeld erhebliche Investitionen in Inhalte und technische Innovationen (z. B. Programmatic) tätigen. Größte Herausforderung bleibt dabei weiterhin die Schaffung eines konvergenten Regulierungsrahmens und fairer Wettbewerbsbedingungen. Für die werbungtreibende Wirtschaft wird Werbung in audiovisuellen Medien als ein zentraler Faktor ihrer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit weiter an Bedeutung gewinnen.

Mit seinen heute veröffentlichten Zahlen ergänzt der VPRT die offizielle deutsche Werbestatistik des ZAW, die unter anderem auf den jährlich vom VPRT erhobenen Umsatzmeldungen basiert. Die VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016 basiert auf Unternehmensbefragungen und Experteninterviews.

 

Grafiken zur Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016

 

VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016
Netto-Werbeumsätze der audiovisuellen Medien in Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr, in Prozent

Mediengattung Prognostizierte Umsatzentwicklung 2016e Fernsehwerbung +2 bis +3 Prozent Instream-Videowerbung +25 bis +30 Prozent Bewegtbildwerbung gesamt +4 bis +5 Prozent Netto-Werbeumsätze Radio +1 bis +2 Prozent Instream-Audiowerbung +40 bis +50 Prozent Audiowerbung gesamt +2 bis +3 Prozent

Quelle: VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016

 

Entwicklung der Netto-Werbeumsätze audiovisueller Medien 2009-2016e
Netto-Werbeumsätze in Deutschland, in Millionen Euro

Mediengattung 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016e Fernsehwerbung 3.639,60 3.953,73 3.981,17 4.037,70 4.125,13 4292,16 4.421,85 4.510 - 4.555 Instream-Videowerbung - - - - 200 250 320 400 - 416 Bewegtbildwerbung gesamt - - - - 4.325,13 4.542,16 4.741,85 4.910 - 4.971 Radiowerbung 678,49 692,06 709,15 719,65 746,11 737,66 742,79 750 - 758 Instream-Audiowerbung - - - - <10 11 15 21 - 23 Audiowerbung gesamt - - - - rd. 754 748,66 757,79 771 - 780 A/V gesamt 4.318,09 4.645,79 4.690,32 4.757,35 5.079,13 5.290,82 5.499,64 5.682 - 5.751

Quelle: VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016

 

Entwicklung der Werbemarktanteile 2011-2016e       
Anteile an den in der ZAW-Statistik erfassten Netto-Werbeumsätzen gesamt, in Prozent

Mediengattung 2011 2012 2013 2014 2015 2016e Fernsehwerbung 24,83% 26,02% 26,85% 28,00% 29,06% >30% Radiowerbung 4,42% 4,64% 4,86% 4,81% 4,88% >5% A/V Gesamt 29,26% 30,66% 33,06% 34,51% 36,15% rd. 38 %

Quelle: VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016

 

Weitere VPRT-Publikation:
Der VPRT begleitet die Marktentwicklung der audiovisuellen Medien in Deutschland mit regelmäßigen Erhebungen und Veröffentlichungen. 2016 hat der Verband bereits die VPRT-Mediennutzungsanalyse 2015 veröffentlicht und wird nach der vorliegenden Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016 im Sommer die Entwicklung des Pay-TV-Marktes mit seiner Pay-TV-Statistik (Juli) aufzeigen und im Herbst seine Umsatzprognose für alle Umsatzsegmente der audiovisuellen Medien 2016 (Oktober) veröffentlichen.

Aktuelle Marktdaten

Für Rückfragen:
Frank Giersberg
Mitglied der Geschäftsleitung, Markt und Geschäftsentwicklung im VPRT
T | +49 30 39880-120, E | giersberg@vprt.de
Hartmut Schultz
Pressesprecher, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T | +49 30 39880-101, E | schultz@schultz-kommunikation.de

Über den VPRT:
Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und Mobileangeboten bereichern seine rund 140 Mitglieder Deutschlands Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen, technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als Wirtschaftsverband unterstützen wir unsere Unternehmen im Dialog mit Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels – national und auf EU-Ebene.

Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles – Büro Brüssel
T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vprt.de
www.vprt.de

Mehr zur Thematik

Ansprechpartner

Frank Giersberg

Mitglied der Geschäftsleitung / Markt- und Geschäftsentwicklung, Kaufmännischer Leiter

Hartmut Schultz

Pressesprecher